Lebensmittel  

Pilze

Speisepilze sind keine Pflanzen, sondern gehören zum eigenen Reich der Pilze (Fungi)!

Durchschnittswerte (pro 100 g frisch)

  • Energie: 20–35 kcal
  • Protein: 2–4 g
  • Fett: <1 g
  • Kohlenhydrate: gering
  • Ballaststoffe: 1–3 g

Pilze zeichnen sich durch eine sehr geringe Energiedichte, einen hohen Wassergehalt (~90 %) und ein interessantes Spektrum an Ballaststoffen, Mikronährstoffen und bioaktiven Substanzen aus.

Austernpilze liegen in einer Kiste
Pilze zeichnen sich durch eine sehr geringe Energiedichte aus, da sie zu etwa 90 % aus Wasser bestehen. Gleichzeitig liefern sie relevante Mengen an Mikronährstoffen wie B-Vitamine, Kalium und sekundäre Inhaltsstoffe sowie Ballaststoffe (z. B. β-Glucane). Dadurch weisen sie eine hohe Nährstoffdichte im Verhältnis zur Energiezufuhr auf.

Anbau von Speisepilzen

Lagerung und Verarbeitung von Pilzen

Pilze in einer Aufbewahrungsbox

Pilze sind leicht verderblich

optimal:

  • im Kühlschrank (Gemüsefach) lagern
  • luftig Papiersackerl (statt Plastik) oder in ein sauberes Tuch oder Küchenrolle einwickeln.  
  • Haltbarkeit: 1–2 Tage

 Grund:

  • hoher Wassergehalt
  • empfindliche Zellstruktur

Empfehlungen

  • nicht waschen, sondern abbürsten
  • ausreichend erhitzen
  • ideal: scharf anbraten

Vorteile:

  • bessere Verdaulichkeit
  • Aromabildung (Maillard-Reaktion)

Früher hieß es: „Pilze darf man nicht aufwärmen“

Heute gilt:

doch, aber richtig

  • rasch kühlen
  • max. 1 Tag lagern
  • gut durcherhitzen

Hintergrund:

  • mikrobiologische Risiken (nicht pilzspezifisch, sondern generell bei Lebensmitteln)

Wildpilze

Wildpilze wachsen natürlich im Wald und werden nicht kultiviert.
Wildpilze nur sammeln, wenn ausreichende Kenntnisse vorhanden sind oder eine fachkundige Kontrolle erfolgt.