Der Anbau von Speisepilzen unterscheidet sich grundlegend von der klassischen Pflanzenproduktion, da Pilze keine Photosynthese betreiben, sondern organische Substanz als Nährstoffquelle nutzen. In der landwirtschaftlichen Praxis werden daher überwiegend organische Reststoffe als Substrat eingesetzt. Dazu zählen vor allem Stroh, Sägemehl, Holzreste oder andere pflanzliche Nebenprodukte, die in der Landwirtschaft ohnehin anfallen.
Diese Substrate werden aufbereitet (z. B. durch Pasteurisierung oder Sterilisation), um unerwünschte Mikroorganismen zu reduzieren. Anschließend werden sie mit dem Pilzmyzel beimpft. Das Myzel durchwächst das Substrat und bildet unter geeigneten Bedingungen – insbesondere bei kontrollierter Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Belüftung – die Fruchtkörper, also die essbaren Pilze.