Gemüse - Lagerung und Verarbeitung mit Hausverstand!

Grundregel für die Lagerung von Gemüse/Obst: Was in wärmeren Regionen bzw. im Sommer wächst, braucht es auch bei der Lagerung wärmer. D.h. wärmeliebende Gemüse wie z.B. Tomaten fühlen sich im Kühlschrank nicht wirklich wohl. Wintergemüse wie Kohlgemüse, Wurzelgemüse & Co mag´s auch beim Aufbewahren frischer. Irgendwie logisch – oder?

wie z.B. Kraut, Chinakohl, Knollensellerie, Karfiol, Kohlsprossen etc. sind im Ganzen in kühlen Räumen oder am schattigen Balkon in ein Tuch gewickelt energiesparend lagerfähig! Angeschnittenes Kraut etc. mit Frischhaltefolie abdecken und im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren.

eine Krautvielfalt liegt auf einem dunkel Hintergrund
© Volker Weihbold

wie z.B. Radieschen, Karotten etc. die Blätter entfernen. Denn das Blattgrün entzieht dem Gemüse Feuchtigkeit und lässt es schneller schrumpeln. Das nährstoffreiche Grün lässt sich toll in Suppen, Pesto, Salaten oder Smoothies verarbeiten.

Ein Bund Karotten auf dunklem Hintergrund
© Volker Weihbold

Kühl und dunkel lagern. Erdäpfel fühlen sich bei Temperaturen von 4 bis 6 °C am wohlsten. Werden Erdäpfel zu kalt gelagert, bekommen sie einen süßlichen Geschmack, da sich Stärke in Zucker umwandelt. Lichtschutz ist wichtig, damit das Gemüse nicht austreibt. Gute Lagermöglichkeiten sind auch Tontöpfe mit Luftzufuhr oder perforierte Papiersäcke. Wichtig ist, die einzelnen Sorten getrennt aufzubewahren.

Viele frische Kartoffeln auf einem Haufen.
© Tobias Schneider-Lenz

fühlen sich in einer kühlen Speisekammer oder einem nicht zu feuchten Keller wohl – kurz gesagt, sie mögen es kühl und trocken. Entweder locker in Schachteln oder Holzsteigen und abgedeckt oder einzeln in Zeitungspapier gewickelt halten sie so 3-6 Monate.

Süßkartoffel‑Spiralen, kreativ und ansprechend dekoriert
© Tobias Schneider-Lenz

wie z.B. Kren und Spargel wickelt man am besten in leicht befeuchtete Tücher und lagert sie im Gemüsefach des Kühlschranks. Ein paar Tropfen Essig intensivieren die Wirkung und das Gemüse bleibt länger frisch. Wichtig: Tücher dürfen nicht zu nass sein, sonst setzt der Fäulnisprozess schneller ein. Perfekt zum Frischhalten sind auch Bienenwachstücher.

Geriebener Kren liegt locker verteilt auf einem dunklen Hintergrund, daneben ein ganzes Stück frischer Kren
© Stefan Stinglmayr

wie Gurken, Tomaten, Paprika, Auberginen, Zucchini etc. mag es auch bei der Lagerung nicht zu kalt. Ansonsten bilden sich leicht Flecken und Dellen. Dieses mediterrane Fruchtgemüse fühlt sich bei höheren Temperaturen, d.h. bei 10-15 °C am wohlsten. Noch etwas: Tomaten nie im Kühlschrank lagern. Denn sie verströmen nicht nur das Reifegas, sie verlieren auch stark an Aroma und Geschmack. Sie fühlen sich an einem luftigen, schattigen Platz viel wohler.

2 Melanzani auf dunklem Hintergrund, davon ist eine angeschnitten.
© Volker Weihbold

niemals in Plastiksackerl oder in fest verschlossenen Plastikbehältern aufbewahren, da sie so rasch faulen. Je nach Pilzart halten sie 2-4 Tage und werden am besten locker in Papiersackerl, perforierten Plastikbeutel oder in Küchenrolle gewickelt und im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert. Sie können auch locker auf einer Küchenrolle in einen Korb gelegt werden oder auf ein Blech, evtl. mit einem sauberen Tuch abdecken und an einem kühlen Ort aufbewahren.

Pilze Nahaufnahme

sind von Natur aus perfekt verpackt. Wichtig: Der Stielansatz sollte für eine längere Lagerung unbedingt dranbleiben.

Gut ausgereifte Kürbisse fühlen sich bei Zimmertemperatur oder in einem kühlen Vorraum am wohlsten. Feuchte Erdkeller oder der Kühlschrank sind für eine längere Lagerung nicht ideal, weil die Früchte durch die hohe Luftfeuchtigkeit schneller schimmeln. Angeschnittene Kürbisse werden jedoch im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt.

In einer Schüssel befindet sich geraspelter Kürbis. Im Hintergrund sind weitere Kürbisteile sowie Fenchel zu sehen.
© Tobias Schneider-Lenz

Dieses wärmeliebende Gemüse gehört nicht in den Kühlschrank. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit würden sie rasch vorzeitig austreiben und verderben. Darum gilt: Trocken und kühl! Jungzwiebeln, die frisches Grün tragen, gehören allerdings am besten in Küchenrolle, in Bienenwachstücher oder in ein leicht befeuchtetes Tuch gewickelt ins Gemüsefach des Kühlschranks.

Verschiedene Zwiebelsorten auf dunklem Hintergrund.
© Volker Weihbold

lagert man am besten in Gefäßen mit einem feuchten Tuch abgedeckt oder in mit Luft gefüllten Plastikbeuteln. Blattgemüse ist äußerst sensibel und sollte deshalb ganz rasch verbraucht werden, da es im wahrsten Sinne des Wortes schnell schlapp macht.

Grüne Spinatblätter auf einen Holzhintergrund
© Romana Schneider-Lenz

lagert man am besten gleich in der Salatschleuder oder in einem Sackerl. So kommt kein Sauerstoff dazu und der gewaschene Salat bleibt länger frisch. Wichtig: Salatblätter dürfen nicht mehr feucht sein!

verschiedene Salatsorten auf einen dunklen Hintergrund
© Volker Weihbold

wickelt man einfach in eine leicht befeuchtete Küchenrolle und lagert sie im Gemüsefach des Kühlschranks. Sehr lange frisch bleiben Kräuter auch in einem verschließbaren Glas, in Vakuumbehältern oder in mit Luft gefüllten, gut verschlossenen Plastiksackerln.

verschiedene Kräuter in Körbe auf einem Tisch
© Romana Schneider-Lenz

Möglichst rasch verarbeiten oder tiefkühlen. Gemüsereste lassen sich ausgezeichnet zu Cremesuppen, Chutneys, Sugos, Aufstrichen, Laibchen, Aufläufen oder als Belag für Pizza und überbackene Brote verarbeiten.

grünes Gemüse mit scharfen Messer auf Hotzbrett schneiden
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