Wild

Knapp die Hälfte Österreichs ist bewaldet. Was liegt da näher als heimisches Wild?

Landwirtschaftliche Wildhaltung?

Ziel ist die Erzeugung von Wildfleisch auf bereits vorhandenen Grünflächen.

Die landwirtschaftliche Wildhaltung umfasst einen geringen Tierbesatz pro genützter und vorhandener Grünflache. Die Größe des Geheges muss die Aufzucht im Freien das ganze Jahr über gewährleisten. Die kontrollierte Haltung des Wildes benötigt lediglich in vegetationsarmen Zeiten ein Zufüttern.

Die direkte Vermarktung und Weiterverarbeitung des Fleisches ermöglicht den Kauf am bäuerlichen Betrieb.

 

Alle Tiere, die ein Fell tragen, werden zum sogenannten Haarwild gezählt. Tiere, die auf Schalen – ein anderes Wort für Hufe – gehen, werden als Schalenwild bezeichnet.

Damwild:

Damit sind mittelgroße Hirsche gemeint, die größer als Rehe sind, jedoch kleiner als Rotwild. Sie stellen zahlenmäßig die größte Gruppe dar. Die vom Körperbau kleinere Hirschart kann idealerweise auch auf Steilflächen im Grünland gehalten werden. 
Geschmacklich ist das zarte, magere Fleisch zwischen Wildfleisch und Rindfleisch einzuordnen.

Rotwild: 

Das sind Hirsche, die etwa doppelt so schwer wie Damwild sind und ein großes verzweigtes Geweih besitzen. Rückzugsmöglichkeiten wie Büsche oder Bäume und eine Möglichkeit zum „Suhlen“ sind in der Haltung bevorzugt. Das dunkelbraune Fleisch hat eine kernigere Struktur. Zum Braten oder zum Grillen wird das feinfasrige Fleisch jüngerer Tiere empfohlen. Für Schmorgerichte empfiehlt sich das Fleisch von älteren Tieren.

Sikawild: Das Sikawild hat seine Ursprünge in asiatischen Ländern und stellt bei uns eine sehr exquisite Gruppe beim Farmwild dar.
Es kommt in verschiedenen Varianten und Größen vor. Gemeinsam mit Fleisch des Mufflons, einem Wildschaf, gilt es aber unter Spitzengastronomen als das beste Wildbret Europas.

Reh: Das rotbraune, saftige Fleisch hat eine fein strukturierte Faser und ist saftig. Im Mai zeichnet sich das Fleisch des Rehbocks durch seine Würzigkeit aus, im Spätsommer wird der Geschmack milder. Keulen, Rücken und Schulter (Blatt, Schäufele) sind die besten Bratenstücke.

Schwarzwild: Mit dem Begriff Schwarzwild werden Wildschweine bezeichnet. Besonders das Wildschweinfleisch jüngerer Tiere ist dunkelrot, saftig und hocharomatisch und wird deshalb bevorzugt.

Der innere Wert von Wildfleisch:

Die ganzjährige Lebensweise des Wildes in freier Natur ergibt eine besondere Fettzusammensetzung des Fleisches, zudem ist es reich an Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen. 

Noch Fragen?

Die Esserwisser geben Antwort!

Wissenswertes von unseren Esserwissern

Kontrolle für sichere Qualität

Kontrolle für sichere Qualität

Die behördlich genehmigten Gehege unterliegen der ständigen Kontrolle durch den Amtstierarzt. Vor dem Schuss der Tiere im Gehege ist eine Untersuchung des Bestandes durch den Tierarzt vorgeschrieben, nach der Schlachtung die veterinäre Fleischuntersuchung.
Farmwild auf bäuerlichen Betrieben

Farmwild auf bäuerlichen Betrieben

Aufgrund seines Genusswertes durch ganzjährige Freilandhaltung des Dam-, Rot- und Sikawilds ist ein feiner Geschmack garantiert. Wildfleisch aus dem Gehege ist besonders zart, da das Fleisch von höchstens eineinhalb Jahre alten Tieren stammt.
Nährsstoffquelle

Nährsstoffquelle

Wildbret zählt zu den reichhaltigsten Eiweißquellen. Darüber hinaus besitzt dieses Eiweiß eine hervorragende biologische Wertigkeit, wodurch der menschliche Körper es sehr effizient verwerten und leicht in körpereigenes Protein umwandeln kann.

Tipps von unseren Esserwissern

Wer selbst zubereitet, der weiß, was er isst.